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Die schöne Rosamond Vivian verbrachte ihre Kindheit allein bei ihrem hartherzigen Großvater auf einer einsamen Insel nahe der englischen Küste. Ihr Wissen von der Welt stammt aus Büchern, die sie heißhungrig verschlingt. Als Tempest, ein charmanter, gutaussehender Mann, in einer stürmischen Nacht auf die Insel kommt, erscheint er ihr - der noch dazu doppelt so alt ist wie Rosamond - bald als Erlöser aus ihrer Einsamkeit. Unerschrocken versichert sie ihm, daß sie bereit sei, für ein Leben in Freiheit zu bezahlen, wenn es sein muß. Doch nichts konnte sie auf das Leben vorbereiten, das sie an Tempests Seite führen soll. Schon bald sieht sie sich als Gefangene in seiner schönen Villa Valrosa am Mittelmeer, umgeben von einem Netz von Intrigen, Grausamkeit und Betrug. Der Mann, den sie ihren Gatten nennen muß, verbirgt vor ihr eine befremdliche Vergangenheit.
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| Persönliche Meinung: | |||
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Dieser Roman hat mich positiv überrascht. Interessante Charaktere - ein Schreibstil, der Lust auf mehr macht! Hier eine kurze Leseprobe: »Ich halte das einfach nicht länger aus! Wenn nicht bald was geschieht, tue ich mir was an. Es wird von Tag zu Tag schlimmer; manchmal denke ich, ich könnte meine Seele dem Teufel verkaufen für ein Jahr Freiheit, hätte nicht mal Gewissensbisse dabei.« Die Stimme klang heftig und jung, und die leidenschaftlich hervorgebrachten Worte gaben einem sehnlichen Wunsch Ausdruck. Verzweifelt schaute sich das Mädchen in dem düsteren Zimmer um, ein eingesperrtes Wesen, das im Begriff war auszubrechen. Bücher beherrschten den Raum - waren an den Wänden, auf den Tischen, überall um den leicht gespenstischen, uralten Mann gestapelt, der ihr einziger Gefährte war. Er saß in einem niedrigen Rollstuhl, an den ihn seine gelähmten Glieder fesselten und den er ohne Hilfe nicht verlassen konnte. Sein Gesicht hatten Laster und Krankheit gezeichnet, nur die Augen leuchteten lebendig und unheimlich, standen in eigentümlichem Kontrast zu dem bewegungsuntüchtigen Körper. Er heftete die kalten, durchdringenden Augen auf das erregte Gesicht des Mädchens und antwortete kurz und harsch: »Geh doch, wann und wohin du willst. Ich halte dich nicht.« »Genau das ist, was am meisten weh tut«, brach es aus ihr heraus, und die Stimme zitterte, als sie flehentlich in das unbewegte Gesicht blickte. »Wenn du mich lieb hättest, könnte ich mich mit diesem trostlosen Haus abfinden, wäre dieses einsame Leben nicht nur erträglich, ich wäre sogar glücklich dabei...
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| Bewertung: | |||
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| ( * = schlecht / ** = geht so / *** = gut / **** = sehr gut) |