Florenz 1478: Während eines sintflutartigen Regens wird dem Seidenhändler
Salvestrini statt des ersehnten Sohnes eine vierte Tochter geboren.
Obwohl dies gemeinhin als Unglück gilt, ist er von ihrer Schönheit tief
berührt. Er läßt der kleinen Selvaggia eine Erziehung zuteil werden,
wie sie sonst nur die Söhne wohlhabender Familien erhalten.
Durch die Verbindungen Salvestrinis zum Haus der Medici bekommt Selvaggia
die besten Lehrer der Stadt. So verheißungsvoll sich ihr Leben in der
Kindheit darstellt, so unvorbereitet trifft Selvaggia der Tod ihres
Vaters. Sie überwindet ihre Trauer erst, als sie dem Maler Claudio begegnet,
der zu den berühmt-berüchtigten Avantgardisten gehört.
Was zu Lebzeiten ihres Vaters undenkbar gewesen wäre, geschieht: Sie
wird zum Lieblingsmodell des Malers - und verliebt sich auf eine Weise
in ihn, die nicht nur sie selbst ins Unglück zu reißen droht.
Vergeblich versucht sie, seine Liebe zu erringen - und gerät in einen
schweren Konflikt mit ihrem Stiefbruder, der Claudio hasst und ihn vernichten
will.
Ein Roman, der das freizügige Leben der zu Ende gehenden Epoche der
Medici beschreibt und das eindrucksvolle Panorama der Stadt Florenz
schildert.