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Ein elitärer Schnösel, der als Literaturprofessor irgendwo im Mittleren Westen lehrt und mit seiner schönen, erfolgreichen Frau Pläne für das gemeinsame Traumhaus schmiedet -- und das soll uns interessieren?! Ja, absolut, denn der Roman Himmelssturz ist eines der aufregendsten literarischen Debüts der letzten Jahre. Schnell zeigen sich Haarrisse in der Fassade des idealen Paares und zu dem Zeitpunkt, als uns Farald die Geschichte -- oder (s)einen Teil davon -- erzählt, ist die allerdings schicksalhafte Katastrophe bereits passiert. Wie er und Skye sich auseinander gelebt haben, wird dabei nur angedeutet; vielleicht hat ja ihr gemeinsamer Freund, der Architekt Antonin, Recht, für den "Aussichtsmenschen" und "Deckungsmenschen" einfach nicht zusammenpassen. Oder liegt es an Helene, der jungen Deutschen, die Farald auf mysteriöse Weise an seine Kindheit in der Alten Welt erinnert und ihn so seiner durch und durch amerikanischen Frau entfremdet? Jedenfalls wachsen die Vorbehalte des Professors gegenüber seinem Lebensentwurf und seiner Umgebung fast mit jeder Seite. Sobald er den Campus, "dieses andere, kühlere Land", verlässt, findet er sich in einer Konsumhölle wieder, in der Schuldenmachen eine Tugend und die Mitgliedschaft im Automobilklub staatsbürgerliche Pflicht ist. In der klimatisierten Kunstwelt der Shopping-Malls tobt sich "der Wohlstand der Clinton-Ära" aus, während draußen "nichts als diese unerträgliche, monströse Hitze" ist. Weder Farald noch der aus Puerto Rico stammende Antonin werden in diesem unwirklich-unwirtlichen Amerika jenseits der Metropolen am Ende richtig heimisch. Selbst die vermeintliche Oase des Geistes, die Kauffman-Universität, entpuppt sich als Schauplatz von Prüfungsfarcen und erstickender Bürokratie.
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Persönliche Meinung: Die Geschichte vom Scheitern einer vermeintlich perfekten Ehe wird hier mit kurzen, aber treffenden Sätzen erzählt und bietet so manche Identifikationsmöglichkeit!
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