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Ein packender historischer Roman aus der Zeit Kaiser Valerians. Das Römische Reich um 260 nach Christus. Feinde plündern die Grenzprovinzen, Kaiser kämpfen um die Macht. Der junge Römer Flavius wächst auf dem Gut seines Onkels in der Nähe von Trier auf. Als er erfährt, dass seine Eltern verschollen sind, macht er sich auf, sie zu suchen. Die gefährliche Reise und die Suche nach einem Tempelportal, das vor den Barbaren versteckt wurde, reißen ihn in einen Strudel von Ereignissen, die ihn über Rom, Palmyra und Babylon bis nach Persien führen. Doch als Flavius sich am Ziel glaubt und der Liebe seines Lebens begegnet, stellt ihn das Schicksal vor die größte Herausforderung. In einer bildhaften Sprache und vor der farbigen Kulisse einer antiken Welt wird eine Zeit lebendig, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat. (Zwei Landkarten, Zeittabelle, Glossar, Nachwort mit Fotos)
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| Persönliche Meinung: (diesmal von Julia ) | |||
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Dieser Historische Roman bietet das, was ich suche: Eine emotionale, spannende Handlung und zugleich (als unaufdringlichen Hintergrund) so viele Details und Fakten aus der Antike, dass man dafür sonst einen Stapel Fachbücher durchackern müsste - wozu ich aber zur Entspannung keine große Lust habe (ich studiere Geschichte!).Weil mir das Buch so gefällt, habe ich mich zum ersten Male aufgerafft, selber eine Rezension zu schreiben – vielleicht habt ihr auch Spaß dran! Manches ist an dem „Abend des Adlers“ von F.S. Becker anders: Die Standardzutaten fehlen - keine grausamen Kaiser, Ausschweifungen, Schlachten, tapfere Christen und Gladiatorenkämpfe. Es gibt auch keine Detektive im Sumpf der römischen Politik, damit keine Notwendigkeit, unzählige Verdächtige mit konstruierten Motiven auftreten zu lassen. Hier gleich mein erster Pluspunkt: Die Handlung beginnt im heutigen Deutschland, kommt natürlich auch nach Rom, führt uns aber bis weit in den Osten, über die Reichsgrenze hinaus: Das Buch beschreibt die Entwicklung von Flavius, einem jungen Römer, auf einer Lebensreise, die ihn vom jungen Schnösel zum Mann werden lässt. Anfangs wächst er ohne Wissen um seine Vergangenheit, (die ihn nur in Albträumen heimsucht) bei seinem Onkel an der Mosel auf. Als er erfährt, dass sein Vater als Soldat in persische Gefangenschaft geraten und seine Mutter seit einem Germanenüberfall verschwunden ist, beschließt er, seine Eltern zu suchen. Zuvor aber will er zusammen mit seinem Freund Aquila, einem kaiserlichen Agenten, einen beim Limesfall verborgenen Schatz heben, um seine erste Freundin aus der Sklaverei freikaufen zu. Doch das Unternehmen geht schief (das muss so sein, denn den beschriebenen Schatz gibt es wirklich, er wurde 1973 entdeckt), der arme Flavius gerät selbst in die Sklaverei und gelangt nach vielen Abenteuern über Rom, Palmyra und Babylon bis nach Persien. Dabei stellt ihm das Schicksal manches Bein und oft, wenn er glaubt, am Ziel seiner Wünsche zu sein, nehmen die Ereignisse eine unerwartete Wendung...Dabei sind die Charaktere differenziert gezeichnet - auch gerade die Frauen, (mein zweites Plus!); und die bildhafte Sprache macht alles so richtig erlebbar. Zugleich zeichnet der Autor aber auch ein Panorama dieser wilden Zeit, über die man sonst kaum etwas erfährt, vor allem nicht über die Zusammenhänge zwischen Ereignissen bei uns und im Nahen Osten (Römerromane spielen sonst meist in der Zeit von Cäsar bis Nero, da kann man so schön aus Tacitus und Sueton abschreiben…). Weiter hat Becker Fakten in die Handlung eingebaut, die oft unglaublich erscheinen, die er aber im Nachwort - teilweise sogar mit kleinen s/w Fotos - belegt!). Dafür gibt’s mein drittes und viertes Plus. Sehr hilfreich zum Verständnis fand ich die beiden Landkarten mit den Reiserouten, die Zeittabelle und das Glossar. (Fünftes Plus). Gestört hat mich nur etwas, dass an zwei oder drei Stellen Fehler in den Sätzen vorkommen – da hat wohl das Lektorat geschlampt. Wer einfach nur Unterhaltung sucht, kann die spannende Geschichte genießen. Noch mehr lohnen sich aber die fast 23 Euros für jeden, der schon einiges über die Antike weiß und auf der Suche nach neuen Zusammenhängen ist. (Ist auch ein gutes Weihnachtsgeschenk für alle, denen historische Romane sonst zu wenig geschichtlichen Hintergrund bieten). |
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Bewertung ( von Julia
) **** |
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| ( * = schlecht / ** = geht so / *** = gut / **** = sehr gut) |